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Leseprobe zum Buch 创Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen, 2 Bde.``

Autor:Karl Hiller, Karl Hiller
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ISBN: 3827414652   ISBN: 3827414652   ISBN: 3827414652   ISBN: 3827414652 
 
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Bitterorange 110 Bitterorange Citrus-Arten. Bitterrinde Alstonia-Arten. Bitterschopf Aloe-Arten Bittersilche Petroselinum crispum. Bitterstiele Solanum-Arten. Bitterstoffdrogen bitterstoffhaltige   Drogen,   die   ausschlie lich aufgrund ihres bitteren Geschmacks therapeu- tisch genutzt werden. Bitterschmeckende Dro- gen,  bei  denen  andere  pharmakologische  Wir- kungen  im  Vordergrund  stehen,  z. B.  China- rinde oder Aloe, sind keine B. im engeren Sin- ne,   obwohl   in   geeigneter   Verd nnung   auch solche  Drogen  als  B.  in  entsprechenden  Zube- reitungen genutzt werden. Da bei B. der bittere Geschmack  durch  Begleitstoffe  der  jeweiligen Drogen   modifiziert   werden   kann,   unterteilt man die B. in: Amara pura (z. B. Centaurii her- ba),  Amara  mucilaginosa  (z. B.  Lichen  islandi- cus) und Amara aromatica (z. B. Aurantii peri- carpii). In chemischer Hinsicht sind Bitterstof- fe  meist  stickstofffreie  terpenoide  Verbindun- gen, die bes. h ufig Lactonstruktur aufweisen, z. B.   Absinthin   und   Marrubiin.   Sie   kommen z. T.  glykosidiert  vor,  z. B.  Gentiopicrosid  und Swerosid.  Als  nichtterpenoide  Bitterstoffe  ha- ben v. a. die in Citrusarten vorkommenden Fla- vanonglykoside   Naringin   und   Neohesperidin sowie   die   Phloroglucinderivate   des   Hopfens, Humulon  und  Lupulon,  pharmazeutische  Be- deutung. Die durch Bitterstoffe ausgel ste Geschmack- sempfindung   bitter   wird  durch  die  Erregung der  sog.  Bitterrezeptoren  in  den  Geschmacks- knospen  des  Zungengrundes  ausgel st.  Die  Ge- schmacksknospen beim Menschen erneuern sich etwa alle 6 8 Tage. Ihre Zahl ist altersabh ngig und nimmt mit steigendem Alter ab. Menschen zwischen 30 und 40 Jahren verf gen  ber etwa 2 000  Geschmacksknospen.  Abgesehen  von  Al- ter  k nnen  Abweichungen  in  der  Geschmack- sempfindlichkeit auch genetisch oder durch  u- ere  Einfl sse,  z. B.  Stre ,  Nicotin-  oder  Medi- kamentenabusus   bedingt   sein.   F r   die   Ge- schmackserregung ist offenbar die Bindung des Bitterstoffes  an  die  Bitterrezeptoren  entschei- dend, wobei der eigentliche Rezeptor ein Glyko- proteid   darstellt.   Weitergeleitet   wird   die   Ge- schmacksempfindung v. a.  ber den Nervus glos- sopharyngeus, verbunden mit einer zus tzlichen Beeinflussung des Nervus vagus. Schlie lich wird die unmittelbare Empfindung  bitter  im Wahr- nehmungszentrum der Gro hirnrinde ausgel st. Tabelle: Ausgew hlte Bitterstoffdrogen. Droge Pflanze Bitterwert ( AB) Strukturtyp Monoterpene Gentianae radix Gentiana lutea 10 000 Gentiopikrin u. a. Centaurii herba Centaurium minus 2 000 Gentapikrin u. a. Menyanthidis folium Menyanthes trifoliata 4 000 Foliamenthin u. a. Sesquiterpene Cnici benedicti herba Cnicus benedictus 800 Cnicin u. a. Absinthii herba Artemisia absinthium 10 000 Absinthin u. a. Diterpene Marrubii herba Marrubium vulgare 3 000 Marrubiin Salviae folium Salvia officinalis - Carnosol u. a. Colombo radix Jateorhiza palmata - Columbin u. a. Triterpene Aurantii pericarpium Citrus aurantium ssp. aurant. 600 Limonin u. a. Quassiae lignum Quassia amara 40 000 Quassin
  
Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen - Sonderausgabe (Buch kplt.): Gesamtausgabe in zwei B鋘den: 2 Bde.
von Karl Hiller,
Matthias Melzig
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