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Blatta orientalis
In pharmakologischer Hinsicht regen die Bitter-
stoffe reflektorisch ber den Nervus vagus die
Speichel- und Magensaftsekretion an, die mit
Salzs ure- und Pepsinsekretion im Magen ver-
bunden ist und als encephalische Phase bezeich-
net wird. Es folgt die sog. humorale Phase, die
mit der Aussch ttung von Gastrin verbunden ist
und sowohl die Motorik von Magen und D nn-
darm als auch die Sekretion im Pankreas stei-
gert. Bitterstoffe erm glichen somit eine Sekre-
tionssteigerung und letztlich eine verbesserte
Nahrungsausnutzung.
Wichtig f r die Wirkung der Bitterstoffe ist
die Einnahme etwa eine halbe Stunde vor Nah-
rungsaufnahme. Im allg. ist dabei eine Sekre-
tionszunahme von 25 30 % erreichbar. Die He-
terogenit t der Strukturen der bekannten Bit-
terstoffe em glichen lediglich eine Wertbe-
stimmung auf physiologischem Wege, d. h.
durch Geschmackspr fung (sensorische Analy-
se). Ermittelt wird der sog. Bitterwert. Zur
Anwendung gelangen bitterstoffhaltige Drogen
bei Appetitlosigkeit, u. a. in der Rekonvaleszenz,
bei V llegef hl und Bl hungen sowie als Cho-
lagoga. Bitterstoffe kommen inbes. in den Pflan-
zenfamilien Asclepiadaceae, Asteraceae, Gentia-
naceae, Lamiaceae, Menyanthaceae und Ruta-
ceae vor. Die Tabelle enth lt eine Zusammenstel-
lung ausgew hlter Bitterstoffdrogen. Ihre Bespre-
chung erfolgt bei den jeweiligen Einzeldrogen.
Bitters er Nachtschatten Solanum-Arten.
Bitters er Ri pilz Inocybe-Arten.
Bitters stengel Solanum-Arten.
Bittertee Species americantes.
n Bitterwert,
der Bitterwert ist der reziproke Wert derjenigen
Drogenkonzentration, die gerade noch bitter
schmeckt. Um die Abh ngigkeit vom subjektiven
Empfinden zu minimieren, wurde als Bezugs-
gr e ein Bitterwert von 200 000 festgelegt.
Bitterwurzel Gentiana-Arten.
Biwen Avena sativa.
Bixa americana Bixa orellana.
n Bixa orellana L.
(syn. Bixa americana, B. platycarpa), Annato-
strauch (syn. Orleansstrauch, Rukustrauch), s.
Farbtafel S. 145, Bild 52.
Fam.: Bixaceae.
Vork.: tropischen Amerika und Afrika sowie
Asien, h ufig kultiviert.
Droge: Semen Orleanae (syn. Semen Achiotti,
Terra orellana); Orleansaat (syn. Achotesaat,
Annattosaat, Ruku-Samen, Roucon-Samen). Inh.:
roter Farbstoff Bixin (bis zu 6 %), Crocetin u. a.
Carotinoide, Bitterstoffe. Anw.: v. a. in der Le-
bensmittelindustrie zum F rben von Butter, Mar-
garine, K se, Teigwaren, Puddings, Eiscremes,
Konserven etc.
HOOC
COOCH3
CH3
CH3
CH3
CH3
Bixin
Bixa platycarpa Bixa orellana.
Bixin Bixa orellana.
Black Bean Castanospermum australe.
Black cherry Prunus-Arten.
n Blackstonia perfoliata (L.) Huds.
(syn. Chlora perfoliata); Gelber Wiesenenzian.
Fam.: Gentianaceae.
Vork.: Mitteleuropa, Mittelmeergebiete.
Droge: Herba Centaurii lutei, das Kraut. Inh.:
Bitterstoffe, wie Gentiopicrin; Gentiogenal, das
Pseudoalkaloid Gentianin (0,01 %). Anw.: als
Stomachikum und Bittertonikum.
Bladhia japonica Ardisia japonica.
Blafendel Lavandula angustifolia.
Blankenheimer Tee Galeopsis segetum.
Blasenk fer Lytta vesicatoria.
Blasenkirsche Physalis alkekengi.
Blasentang Fucus-Arten, Tang.
Blasen- und Nierentee Species urologicae.
Blasse Kegelblume Echinacea-Arten.
Blasser Igelkopf Echinacea-Arten.
Blasser Sonnenhut Echinacea-Arten.
Bla farbene schmalbl ttrige Kegelblumenwurzel
Echinacea-Arten.
n Blatta orientalis L.
(syn. Periplaneta orientalis); K chenschabe (syn.
B ckerschabe, Brotschabe, Gemeine K chen-
schabe, Gro e K chenschabe, Kakerlake, Orien-
talische Schabe).
Fam.: Blattidae.
Vork.: Europa, Nordafrika, bes. in warmer und
feuchter Umgebung.
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